WOW!


ist das ist das Wort, das den ersten Einsatz am besten beschreibt!
Es waren 2 Wochen voller Strapazen, wenig Schlaf, viel Entbehrungen, aber voll des Geistes und der Freude!

Wir sind zu 7 los die Finsternis in Surigao unsicher zu machen! Nach einer illustren Spritztour durch beschauliche pinoy Dörfer und kleinere Siedlungen in einem Van, der von philippinischem Michael Schumacher "Edgar" gefahren wurde, haben wir erstmal halt bei der Oma unseres Einsatzleiters gemacht und durften die philippinische Geastfreundschaft genießen. Wie gut die ist kann man an den üppigeren Bäuchen sämtlicher Studenten entnehmen, außer Einem. Ja, ihr wisst es schon euer Bennybauch. Das liegt weniger an meiner eisenharten Selbstdisziplin, sondern vielmehr daran, das ich nicht jeden Tag tonnenweise Reis mit Innereien essen kann und an einem speziellem Hundegeschnetzeltem, welches mir einen Tag liquiden Stuhlgang mit einem zusätzlichen Tag Bauchschmerzen plus keinen Appetit auf gar nichts bescherte! Der Hund wurde speziell für mich geschlachtet und schmeckte wie Ziege oder Kalb, also gar nicht so übel, aber anscheinend ist der germansiche Magen andere Kost gewöhnt...

Zurück zur Sache: Der erste Tag auf der Insel Opong war zum relaxen gedacht. Dort lebt die Familie eines Teammitgliedes in einer Holzhütte, mehr als spartanisch, aber auch mehr als glücklich! 5 Leute teilen sich kaum mehr als 30m m², Klo ist ein Loch, gekocht wird wie die Cowboys und die Küche ist ein langes Brett mit allerlei Nützlichem. Für uns unvorstellbar, hier jedoch gar nicht so übel. Man achtet hier allgemein mehr auf Beziehung als auf Besitztümer, was ich beneidenswert finde.
Leider wird die Familie jedoch oft von der Dorfgemeinschaft unterdrückt, die dürfen dort nicht beerdigt werden und werden aus vielen Sachen ausgeschlossen, weil sie nicht katholisch sind.
Deswegen war unser Besuch sehr willkommen und die Dorfkinder haben sich auch extrem gefreut!

Unser Headquarter ist eine Wohnung in der Hafenstadt Surigao, die Wände sind 2cm dick, Fenster sind Fliegengitter und als Kirsche auf dem Sahnehäupchen liegt diese Base direkt an einer Straße, die mehre Karaokebars (Videoke genannt) hat. Stellt euch einfach mal 50 besoffene Menschen jede Nacht vor die vor die keinerlei Scham haben jedes Lied falsch, nacheinander ins Mikro zu schreien, dazu noch die kriminelle, sowie weniger gesetzesbrecherisch jedoch arme Nachbarschaft plus offenem Kanal direkt vorm Haus und ihr wißt welchen Spaß ich jede Nacht hier hatte...

Kapalayan-eine kleine und sehr arme Ortschaft. Hier hatten wir evangelistische Hausbesuche. Das schöne ist die sind so gastfreundlich die können gar nicht anders mit Dir zu plaudern. Hatte erst gar keine Lust da drauf, wie Ihr euch das sich vorstellen könnt, wer macht schon gernen einen auf "Zeuge Jehovas", aber hier ist das echt ne Freude für die Menschen wenn Besuch kommt. Ich konnte 3 Ladies Zeugnis geben und über Jesus sprechen. Die  waren Mormone, Katholin und Pfingstlerin sehr interessante Mischung, zumal die ja aus einem kleinen Dorf stammen. Eine war echt zu Tränen gerührt und wir haben dann für sie gebetet.
Dann hatte ich noch das zweifelhafte vergnügen einer sturzbesoffenen, kleinen philippinischen Oma geistlichen Beistand zu leisten, fand ich ganz witzig hat mich irgendwie an Deutschland erinnnert, besonders am Wochenende wenn alle zu ihren Parties unterwegs sind.
Nichtsdestotrotz konnte wir für ca. 10€  um die sechzig Kinder mit ner Mahlzeit segnen. Hier kann man mit wenig Geld echt viel bewegen.
Normalweise macht mir Kindergottesdienst so was von keinen Spaß, aber hier ist das anders. Die sind so fröhlich und dankbar für nen Bleistift oder wenn sie ein Lied singen können oder wenn man einfach nur Zeit für sie hat. Wir haben dann auch nen ziemlich abwechslungsreichen Dienst mit ActionSongs, nem Drama und viel Worship bieten können.

Noch erwähnenswert:
Eine Mitstudentin hatte ne Nacht zuvor ne Vision geschoben Missionskrankenschwester zu sein und andere darin zu schulen. Dank meiner Helfer/Sponsoren konnte ich ihr dabei einigermaßen finazielle Unterstützung zukommen lassen und sie hat dann ein Stetoskop und ein Blutdruckmeßgerätarmbinde (kenne das richtige Wort leider nicht) gekauft. Sie ist dann von Haus zu Haus marschiert und hat den Leuten kostenlosen medizinischen Service und ewiges Leben angeboten (sie ist gelernte Krankenschwester).  

 

Nächste mal blogge ich Euch was über den Mamanwa Tribe, unser zweites Outreach-Ziel...

Leider ist das Inet hier sehr langsam, weswegen ich große Schwierigkeiten habe Filme oder Fotos upzuloaden, tut mir leid ich könnte haufenweise Material posten...

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Wadim (Dienstag, 13 Dezember 2011 19:58)

    Ich freue mich wieder von dir zu hören und bin erleichtert, dass es dir gut geht!