Ein absolutes Highlight! Der Mamamwa Tribe

ist ein oft diskriminierter Eingeborenenstamm und deshalb eher zurückgezogen. Da sie von einem Tag in den anderen leben und nicht wirklich sparen, ist finanzielle Unterstützung schwierig. Wir waren sehr überrascht als wir einige Häuser aus Stein erblickten, einen Billiardtisch und einen kleinen Shop (ein offener Bereich in einem Haus wo auf 2m² Waren feil geboten werden, nicht wirklich spektakulär), dieser Stamm entwickelt sich! Sie fangen nun aber auch an die ganzen Laster und Süchte der Städter anzunehmen, Dinge die denen normalerweise völlig fremd sind. Nun gut, wir richteten unser Quartier in der Stammeskirche ein, eigentlich sehr ungewöhnlich ein solches Gebäude, denn die Stammesoberhäupte entscheiden, wem sie gestatten hier zu bauen - nur dieser Kirche wurde es erlaubt! Ein gutes Zeichen, wir sind also willkommen. Die Kinder sind sehr ungepflegt, man darf da einfach nicht pingelig sein, weswegen ein Thema unseres Dienstes auch Hygiene und Krankheitsvermeidung war. Wir haben das ganze mit selbstgebastelten Requisiten kindgerecht dargestellt. Die Kinder wollten unbedingt mitmachen, was niedlich und lustig war, die haben sich wie kleine Stars gefühlt! Der Abendgottesdienst war so rührend, die Mamanwa Kids haben ihre Liebe zu Jesus ganz ohne jeglich Form von Selbstdarstellung ausgedrückt, so emotional und unschuldig wie ich es in der Form noch nicht erlebt habe. Nach einer eher unbequemen Nacht unter Moskitonetz auf Fliesenboden, wurden wir von fröhlichem Kinderlachen geweckt. Die kleinen konnten nicht bis 16 Uhr warten und standen schon um 6 auf der Matte. 10h Wartezeit für ein Kinderprogramm und was zu Futtern, nicht schlecht. Das nenne ich mal Einsatz. Als Weißer wollten die unbedingt mit mir was unternehmen und ich habe mich dazu hinreißen lassen unter einem abgelegenen Wasserfall schwimmen zu gehen. Hat den Kleinen Spaß gemacht mit der Weißen baden zu gehen... Für die ist es sowieso was ganz besonderes, wenn Leute von außerhalb kommen und sie nicht unterdrücken, sondern Hoffnung und Versorgung spenden. Da ich nix besseres zu tun hatte fing ich an die Kinder anzumalen mit Kinderschminke versteht sich, seit dem weiß ich wie sich Backstreet Boys bei ner Autogrammstunde gefühlt haben müssen - bedrängt. Aber hey, die meisten wollten ein Kreuz auf die Backe und haben sich krass gefreut, lohnenswert also. Wir haben auch einen gebetsspaziergang durchs Dorf unternommen um wirklich zu erfahren wo man hier ansetzen kann, denn es gibt hier zu viel Möglichkeiten. Unser Eindruck war bei den Kindern anzusetzen, alles was sie lernen/empfangen werden sie in die Familien tragen, die meist sehr reserviert sind. Ich für meinen Teil werde weiterhin in Kontakt bleiben und die kommende Generation investieren, gerne auch finanziell, für wenig Geld kann man hier wirklich viel verändern, wenn man es mit langanhaltenden Beziehungen und geistlicher Nahrung verbindet. Da ich leider nicht so schnell wieder komme habe ich nun Kontakt mit dem Dienst der dort regelmäßig langfristig wirkt Beziehung aufgebaut und gedenke diese auch zu pflegen. Das ist definitiv nicht das letzte Mal, dass ich dort war.

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