Zurück auf der Davao Base

 

Nach einem erlebnisreichem Outreach in Cagayan del Oro werde ich Euch ein paar Zeilen schreiben, damit Ihr Euch ein Bild machen könnt. Stück für Stück werde ich simultan Videos ins Netz stellen. Es ist schon alles fertig allerdings muss ich noch eine gute Internetconnection finden, also Geduld.

 

Wir sind mit 2 Teams rausgefahren um den Flutopfern ein wenig unter die Arme zu greifen. Team Souldier ging in die Zeltstädte und Evakuierungszentren, dazu später mehr und mein Team (Tapout) hat sich speziell um das Nehemia haus gekümmert. Eins von 3 Häusern für sexuelle missbrauchte Mädchen.

 

Einige von Euch haben direkt finanziell mitgeholfen und wir konnten Töpfe und Wasser mitbringen. Aus der Teamkasse haben wir dann auch noch Medizin, Gummistiefel, Reinigungsutensilien und allerhand Nützliches zum Wohnen besorgt.

 

Das Nehemia Haus betreut ca. 20 missbrauchte Mädchen, die traurigerweise im Teenageralter oder oft sogar noch jünger sind. Die Mädels erwartet dort sehr viel Zuwendung, geistlicher und emotionaler Beistand und ein haufen Hausarbeiten.

Im Video könnt ihr den Tagesplan sehen, die sind extrem fleißig und waschen alle ihre Wäsche von Hand alleine. Es geht meist schon um 5 Uhr los! Aus Sicherheitsgründen dürfen die Mädels nur im Notfall und für die Schule das Gelände verlassen, kein Internet, keine Beziehungen zum anderen Geschlecht und auch weitere strenge doch sinnvolle Verhaltensregeln bestimmen den Alltag.

 

Daddy Mike ist der Leiter von 3 solcher Häuser. Er und seine Frau haben klein angefangen und als

Missionare erstmal ein Straßenkind aufgenommen und es versorget, erzogen, aufgebaut. Über

die Jahre und nach etlichen Strapazen ist daraus dann ein Dienst für die missbrauchten Mädchen geworden in 3 Häusern. Mikes eigenes Haus wurde von der Flut vernichtet und seine frau konnte nur die Weihnachtsdekoration retten. Frag mich nicht warum sie Dokumente und Pässe dort gelassen hat, aber nicht jeder hat die gleichen Prioritäten. Mikes Worte nach dem Verlust: "Es ist nicht das Schlechteste wenn Gott den Reset-Knopf drückt."

Den Mädels im Haus ist nichts passiert, die befanden sich alle im ersten

Stock. Es hat nur Akten, Einrichtung, Gelände, Büro kurz gesagt Dinge erwischt.

 

Die Mitarbeiter sind 24/7 freiwillig (!) hier beschäftigt und kümmern sich liebevoll umd die Kleinen. Das Tagesprogramm aus GST (Gods Special Time), Work Duties und Gesprächen haben die im Griff und leisten eine großartige Arbeit.

 

Meine Aktivitäten könnt ihr auf den Videoclips sehen. Ich nenne mal kurz ein paar:

Schlamm wegschaufeln, GST-Andacht halten, Malen und Abwaschen.

 

Die Mädchen haben mich sehr beeindruckt. Vom ersten Tag an waren die extrem respektvoll,

selbst nach ihrer Vorgeschichte. Die Fröhlichkeit und den Spaß und das hingebene Herz

mit der sie ihr Leben meistern ist sehr beeindruckend. Als Mann war ich natürlich

erstmal sehr vorsichtig, die Freude und Heilung von Bitterkeit, die die Kleinen dort erfahren

konnte ich in Deutschland in unseren Einrichtungen nicht feststellen. Mit all der Montesouri,

Freud, Adler etc. psyho-pädagogischen Technik ist es in unseren Breitengraden schwer ein solches Klientel überhaupt unter Kontrolle, geschweige denn einigermaßen sozial lebensfähig zu bekommen. Hier live und in Farbe erleben welchen Einfluss Gottes Wort und hingegebene Menschen haben können.

"Altes ist vergangen, siehe Neues ist geworden"  

 

Ich konnte dort sehr viel lernen, die Erfahrungen waren lebensverändernd. Danke für Eure Unterstützung ihr konntet mit Eurem Geld wirklich Einiges mitaufbauen!

 

 

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